Dreyer. Détry. Vivaldi.

Artikelnummer: 809548020026

Kategorie: Kammermusik


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Interpreten: Renata Duarte, Blockflöte/Oboe / Ricardo Rapoport, Fagott / Annabelle Luis, Cello / Aline Zylberajch, Cembalo
Hybrid SACD, Gesamtspielzeit: 50:43
Label: Cybele

Werke von Domenico Maria Dreyer, Louis Détry und Antonio Vivaldi

Domenico Maria Dreyer wurde in Florenz geboren. Seine sechs Sonaten für Oboe sind nach italienischem Vorbild in vier Sätze unterteilt und eindeutig in einer venezianischen Ausdrucksweise verfasst, die kontrastreich Lyrik, Virtuosität, Volkstänze, große Progressionen, klare Bassrhythmen sowie beschreibende und räumliche Elemente in sich vereint, davon ausgenommen sind einige archaischere Elemente wie die dominanten Kadenzen in den langsameren Sätzen, die eher an die römische Musik erinnern. Es ist außerdem erstaunlich, wie die Blockflöte, ein in ganz Europa bekanntes Instrument, sich gerade zu dieser Zeit ohne Hemmungen jede Art von transkribierten Werken aneignet und schnell auf ein wiederaufkommendes, reges Interesse bei den Protagonisten der Stilexperimente zu Beginn des 18. Jahrhunderts stößt: Dies lässt sich gut anhand der Sonate von Louis Détry veranschaulichen, einem Musiker unbekannter Herkunft (französisch?). Die auf dieser SACD eingespielte Sonate, die das einzige bekannte Manuskript von Détry ist, könnte in Anbetracht ihrer technischen Komplexität eine Transkription einer Sonate für Fagott sein, die der Musiker für seine eigenen Bedürfnisse komponierte. Sie ist eine echte „Pasticcio-Sonate“, die auf ihre Art den gemischten Styl mit schnellen Sätzen „alla Vivaldi“ kombiniert, die rhythmisch, kontrastreich und voller Asymmetrien sind, jedoch wird eher ein deutsches Thema verwendet, dessen langsame Sätze eine absolut französische Grazie zum Vorbild haben.
Antonio Vivaldi hatte eine ganz besondere Beziehung zur Blockflöte und zum Fagott: Die Sonate besteht aus einem ganzen Feuerwerk an konzertanter Virtuosität, von der Art wie Vivaldi sie in seinem Spätwerk nur zu besonderen Anlässen anwendet. Die Instrumente ahmen sich gegenseitig nach, begleiten und ignorieren sich und erleben gemeinsam Augenblicke, in denen sie sich für die Ewigkeit verbinden, wie dieser immer wiederkehrende Abschnitt am Ende des zweiten Satzes, bei dem man sich die Frage stellt, wem als erster der Atem ausgehen wird. Alle Register werden gezogen, vom Theater bis zur introspektiven Lyrik, ohne dabei das galante Spiel über die technische Darbietung oder die Ernsthaftigkeit des Kontrapunkts zu vernachlässigen.