Neu interpretiert in kühn kontrastierenden Klangwelten, erstrahlt der gregorianische Gesang zum Epiphanias-Alleluja: „Vidimus stellam“ in Kristina Arakelyans „Star Fantasy“, einem von zwölf neuen, auf gregorianischen Gesängen basierenden Orgelstücken von Komponistinnen, die für Anna Lapwoods preisgekrönte Anthologie „Gregoriana“ in Auftrag gegeben wurden.
Der Einfluss des großen französischen Organisten und Komponisten Olivier Messiaen ist in diesem Stück deutlich spürbar; insbesondere seine Vorliebe für die F-Dur-Harmonie mit hinzugefügter Sexte als Symbol der Freude, die – sowohl als Akkord als auch als Ausdruck der Verzückung – integraler Bestandteil der „Star Fantasy“ ist.
Die Form des Stücks folgt einer umgekehrten Variationsform: Es beginnt mit einer gekürzten, gedämpften Version des Gesangs, als käme er aus der Ferne, und kehrt am Schluss zu ihm zurück – nun aber in Jubel und Pracht. In diesem kraftvollen, sich steigernden Werk begegnet der Spieler einer Vielzahl von Klangfarben und Spieltechniken, ähnlich einer Etüde, und erhält so wertvolles neues Repertoire zum Studium.
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