Auf diese Idee muss man erst einmal kommen: Dem Original der berühmten Toccata und Fuge d-Moll von Bach einen ausgereiften Klavierpart hinzuzufügen, der die ohnehin vorhandene Klanggewalt des Stückes nochmals bedeutend steigert und beim Publikum zu ganz neuen, faszinierenden Hörerfahrungen bei diesem Werk führt.
Der deutsch-amerikanische Orgelvirtuose und Bach-Enthusiast Wilhelm Middelschulte setzte diese Idee 1929 in beeindruckender Weise in die Tat um und bereicherte so das spärliche Repertoire für Orgel und Klavier um ein spektakuläres Werk. Der Organist spielt aus „seinen“ Noten die ihm bekannte Urgestalt des Orgelstücks (oder die von Middelschulte mit Artikulationen versehene Fassung) und staunt, was der Pianist dieser hinzuzufügen hat.
Garantiert nicht mehr aus dem Staunen herauskommen werden die Zuhörenden, denen ein exquisites Konzerterlebnis geboten wird. Verwunderlich nur, dass dieses Arrangement bis heute ungedruckt blieb. Aber nun steht faszinierenden Bach-Hörgenüssen nichts mehr im Wege.
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