Zurück und nochmals zurück
Klar ist: die drei Sätze der Orgelsonate e-moll BWV 528 sind keine Originalkompositionen, und ebenso klar sind die Hinweise auf die drei verschiedenen Vorlagen (ein Kantatensatz sowie zwei andere Orgelstücke). Nicht alle diese Vorlagen sind jedoch wiederum Originale, und somit ist für eine Rekonstruktion des „Ur“-Werks ein doppelter Weg zurück erforderlich. Pieter Dirksen legt mit Kompetenz, Mut und Spürsinn die offenbar wirkliche Basis der drei eng miteinander verbundenen Sätze frei und gelangt dabei zu einer Triosonate für Oboe (d’amore), Viola (da gamba) und Basso continuo, die sich aufgrund der verschiedenen Instrumente und der verschiedenen historischen Stimmungen (Chorton, Kammerton) sowohl in g-moll wie auch in e-moll realisieren lässt. Was kann es Schöneres für Musiker geben, die nach seriös legitimierten Bach-Werken Ausschau halten.
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