- Der Orgelprospekt im Kloster Lüne als Zeugnis barock-lutherischer Bild-und Musiktheologie
- Zur Intermedialität von Wort, Bild und Musik im 17. Jahrhundert
- Erstmalige Analyse des Bildprogramms und der Inschriften des Orgelprospekts
- Ein wichtiger Beitrag zum Themenjahr „Bild und Bibel“ in der Reformationsdekade
Der Mitte des 17. Jahrhunderts geschaffene Orgelprospekt im Klosters Lüne, das nach Einführung der Reformation im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg in ein evangelisches adliges Damenstift umgewandelt wurde, ist ein beeindruckendes Kulturdenkmal und barockes Artefakt. Er ist auch in musik- und bildtheologischer Hinsicht ein Kleinod, das seines Gleichen sucht.
Das Buch rekonstruiert die höchst kunstvolle und theologische Durchdachtheit der Beschriftung und Bebilderung des Orgelprospektes vor dem Hintergrund des zeitgenössischen musik- und bildtheologischen sowie frömmigkeitsgeschichtlichen Kontextes.
Erstmals werden das reichhaltige Bildprogramm des Orgelprospektes und die zahlreichen Inschriften gründlich historisch analysiert. Hierbei stehen Aspekte des barocken Musikverständnisses und der Bibelauslegung genauso im Fokus wie die frühneuzeitliche Meditations- und Predigtpraxis. So wird erfahrbar, dass nicht nur die Orgel, sondern auch und in besonderer Weise der Prospekt einer einzigen Zielsetzung dient: der Verkündigung des Evangeliums unter Einbezug aller verfügbaren Medien, nämlich des geschriebenen, lesbaren, in Bildern sichtbaren und in polyphonen Klängen und Gesängen hörbaren Wortes Gottes.
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