Geprießner Silbermann!

Artikelnummer: 978-3-930550-25-8

Kategorie: Orgelbau & Orgelmusik


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Stück


Autor: Christian Ahrens, Klaus Langrock
ISBN 3-930550-25-3
Reihe: Köstritzer Schriften 1
344 Seiten, Broschur
Verlag: Verlagsgruppe Kamprad

Orgeleinweihungen waren (und sind) große Festtage für eine Gemeinde. Man traf sich, um das neue Instrument erstmals zu hören, und ein großer Orgelschmaus wurde abgehalten. Eine solche Feier bot zugleich den Rahmen für künstlerische Darbietungen. Oftmals erklangen speziell für diesen Anlaß geschriebene Werke, aber auch für Lobgedichte oder Prosatexte war Platz.

Orgeln von Gottfried Silbermann wurde eine ganz besondere Wertschätzung entgegengebracht, denn der "Königlich Polnische und Kurfürstlich Sächsische Hof- und Landorgelbauer" genoß schon zu Lebzeiten einen exzellenten Ruf. Zu Recht, wie die über 30 noch erhaltenen Instrumente beweisen. So ist es nur eine logische Folge, daß eine Fülle von Huldigungsgedichten oder -texten (sogenannte Carmina) existiert, die bei Einweihungen von Orgeln Silbermanns verlesen oder aber in schriftlicher Form überreicht wurden.

In mühevoller Kleinarbeit haben die Musikwissenschaftler Christian Ahrens und Klaus Langrock die überlieferten Carmina gesammelt bzw. komplettiert und nun erstmals in vollständiger Form herausgegeben. Der größte Teil ist in Versform verfaßt, dazu kommen einige Prosatexte sowie Dialoge. Publiziert werden ferner auch die erhaltenen Texte zu den Einweihungsmusiken (deren Notenmaterial leider komplett verschollen ist) sowie das einzige Carmen zu einem Pianoforte aus Silbermanns Werkstatt.

Die verschiedenen Carmina ermöglichen eindrucksvolle Einblicke in die Geistesgeschichte der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie stammen sowohl von Musikern als auch von Pfarrern, in einigen Fällen auch von hochgestellten Persönlichkeiten aus der jeweiligen Gemeinde. Unter den Autoren finden sich beispielsweise Wilhelm Friedemann Bach und Johann Ludwig Krebs. Die Texte werden in Originalorthographie und mit einem die originale Struktur erkennen lassenden Layout publiziert. Somit ist eine Fundgrube sowohl für Musikwissenschaftler als auch für geschichtsinteressierte Orgelfreunde entstanden.