Ähnlich wie die gute Übertragung eines literarischen Werks einer wörtlichen Übersetzung fern ist, so verlangt auch die Transkription einer Komposition die genaue Kenntnis des Zielinstruments, denn idiomatische Wirkungen entstehen nicht automatisch auf einem anderen Instrument, wenn man dort dieselben Töne spielt. Liszt selbst war ein Meister der Transkription. Bei ihm kann man genau studieren, was für Änderungen er z. B. an seinem Mephisto-Walzer vornahm, um ihn von einem Klavier- in ein Orchesterstück zu verwandeln. Viele seiner Werke liegen für verschiedene Instrumente vor, sodass kaum zu sagen ist, welche Fassung die „originale“ ist.
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