Max Reger (1873 –1916) Inspiriert von Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Heimspiel
Michael Schöch ist auf dem Klavier und der Orgel gleichermaßen zuhause – beste Voraussetzung für die Einspielung von Regers Klaviertranskriptionen Bachscher Orgelwerke! Luzide Transparenz zeichnet die Darbietung des gefeierten ARD-Preisträgers aus, gespeist von einer tiefen Vertrautheit mit beiden Welten, die auch Reger gefallen hätte.
Nachspiel
Anders als mancher Zeitgenosse nähert sich Reger den Bearbeitungen mit größtem Respekt: Der Notentext wird kaum verändert, auf pianistische Spezialeffekte wird weitgehend verzichtet. Bachs polyphoner Satz, im dichten Orgelklang oft schwer zu verfolgen, wird in der berühmten d-Moll-Toccata plötzlich glasklar durchhörbar, ohne auf klangliche Opulenz zu verzichten.
Zeitspiel
Dafür sorgt schon der legendäre Steinway- Konzertflügel „Manfred Bürki“ von 1901, der in dieser Aufnahme direkt aus Regers spätromantischer Klangwelt entsprungen zu sein scheint. Mit den grandiosen Variationen über ein Thema von Bach op. 81 verneigt sich Reger vor dem angebeteten Vorbild; willkommene Gelegenheit für Schöch, auch ein pianistisches Hauptwerk des traditionsbewussten Avantgardisten aufs Programm zu setzen.
Beispiel
Wie eine verbindende Klammer wirkt da die Fantasie und Fuge über B-A-C-H. Das gleichermaßen gewaltige wie komplexe Orgelwerk gehört wohl zu Regers bekanntesten; Schöchs fein balanciertes Spiel der Klavierfassung von August Stradal ersetzt die oftmals ehrfurchtgebietende Strenge durch luftige Deutlichkeit, die Lust auf mehr macht.
Inhalt/Titel
- Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
- Choralvorspiele
- Fantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46
- Variationen und Fuge über ein Thema von Bach op. 81
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Bachstraße 35
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